Großübung am Bahnhof Nierstein: 150 Beteiligte trainieren Brandbekämpfung und Evakuierung eines Zuges

26.09.2026: Nierstein, LK Mainz-Bingen

Am Samstag, dem 26. September 2026, fand im Rahmen des zweiten Landesübungstages Rheinland-Pfalz eine groß angelegte Feuerwehr- und Rettungsdienstübung im Bahnhofsbereich Nierstein statt. Insgesamt waren rund 150 Menschen an der Übung beteiligt, bei der die Brandbekämpfung sowie die Evakuierung eines Zuges im Mittelpunkt standen. Ziel war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen bei einem größeren Schadensereignis im Schienenverkehr zu trainieren und die Abläufe unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu erproben.

Für das Übungsszenario stellte die Deutsche Bahn einen Zug zur Verfügung, an dem die Einsatzkräfte zwischen 09:00 und 13:00 Uhr verschiedene Maßnahmen der Gefahrenabwehr trainierten. Angenommen wurde ein Brandereignis, bei dem Personen aus dem betroffenen Zug gerettet und evakuiert werden mussten. Um die Lage möglichst realistisch darzustellen, kamen geschminkte Verletztendarsteller zum Einsatz. Neben der Brandbekämpfung und Menschenrettung standen insbesondere die Versorgung der Betroffenen sowie die organisationsübergreifende Zusammenarbeit im Fokus.

An der Übung beteiligten sich seitens der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Rhein-Selz die Feuerwehren Guntersblum, Nierstein mit dem Löschzug Schwabsburg sowie Oppenheim. Darüber hinaus waren die Führungsunterstützung Rhein-Selz und die Facheinheit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eingebunden. Das Deutsche Rote Kreuz war mit den Ortsvereinen Nierstein-Oppenheim, Mainz-Hechtsheim und Nieder-Olm vertreten. Ebenfalls beteiligt war das Notfallmanagement der Deutschen Bahn. Insgesamt wirkten rund 150 Personen an der Durchführung der Großübung mit.

Die Übung in Nierstein war Teil eines landesweiten Ausbildungstages für den Brand- und Katastrophenschutz. Unter Federführung des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz (LfBK) beteiligten sich am zweiten Landesübungstag landesweit rund 5.000 Einsatzkräfte an mehr als 180 Einzelübungen. Der landesweite Übungszeitraum erstreckte sich von 08:00 bis 16:00 Uhr.

Als gemeinsames Rahmenszenario diente eine fiktive, großflächige Unwetterkatastrophe. Angenommen wurde eine von Frankreich über das Saarland nach Rheinland-Pfalz ziehende Kaltfront, die mit heftigen Gewittern, Starkregen und schweren Sturmböen zahlreiche Schadensereignisse im gesamten Bundesland verursachte. Die einzelnen Kommunen entwickelten daraus unterschiedliche örtliche Einsatzszenarien, um sowohl die praktische Gefahrenabwehr als auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Organisationen und Führungsebenen zu erproben.

Ein besonderer Schwerpunkt des Landesübungstages lag auf der Überprüfung der Kommunikations- und Meldewege. Informationen aus den einzelnen Einsatzstellen sollten über die örtlichen Führungsstrukturen an das Lagezentrum Bevölkerungsschutz weitergegeben und dort zu einem gemeinsamen landesweiten Lagebild zusammengeführt werden. Damit sollte insbesondere die Koordination bei gleichzeitig auftretenden größeren Schadenslagen trainiert werden.

Im Umfeld des Niersteiner Bahnhofs war während der Übung mit einem erhöhten Aufkommen an Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeugen zu rechnen. Eine Beeinträchtigung des regulären Bahnverkehrs war nach den vorliegenden Planungen nicht vorgesehen.

Mit der Großübung in Nierstein wurde ein komplexes Einsatzszenario im Schienenverkehr in den landesweiten Übungstag eingebunden. Im Mittelpunkt stand dabei das gemeinsame Vorgehen der beteiligten Feuerwehren, DRK-Einheiten und des Notfallmanagements der Deutschen Bahn, um die Zusammenarbeit bei einer größeren Schadenslage unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.

Vor Ort waren unsere Fotografen Yannik Folville und Maximilian Weber.

 

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