Großeinsatz auf dem Rhein in Mainz – Mutmaßlich Kind nach aufwendiger Rettungsaktion aus dem Wasser gerettet
24.10.2026: Mainz
Am späten Samstagabend, dem 24. Oktober 2026, kam es gegen 23:00 Uhr zu einem großangelegten Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auf dem Rhein in Mainz. Im Bereich des Adenauer-Ufers, hinter dem Hilton Hotel in der Mainzer Altstadt, befand sich eine Person hüfthoch im Wasser. Nach bislang unbestätigten Informationen soll es sich bei der Person um ein Kind gehandelt haben. Aufgrund der gemeldeten Lage wurden zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte aus Rheinland-Pfalz sowie aus dem benachbarten Wiesbaden alarmiert.
Die Person wurde durch die Strömung immer weiter in den Rhein hineingezogen und trieb im weiteren Verlauf bis in den Bereich des Kaisertors. Die Rettungsmaßnahmen gestalteten sich äußerst aufwendig. Insgesamt versuchten die Besatzungen von drei Mehrzweckbooten, die Person aus dem Wasser zu retten. Diese widersetzte sich jedoch wiederholt den Rettungsversuchen und schlug dabei um sich. Zusätzlich erschwerten niedrige Temperaturen, Regen und Wind die ohnehin schwierigen Einsatzbedingungen auf dem Rhein. Auch der niedrige Wasserstand stellte die Einsatzkräfte vor Herausforderungen. So konnte die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Laubenheim ihr Boot an der NATO-Rampe in Laubenheim aufgrund des niedrigen Rheinpegels nicht zu Wasser lassen.
Neben den zahlreichen Einsatzkräften auf dem Wasser und an Land waren auch der Rettungshubschrauber Christoph 77 sowie der Polizeihubschrauber „Sperber 3“ der Polizei Rheinland-Pfalz im Einsatz. Besonders herausfordernd gestaltete sich die Lage durch einen zeitgleich laufenden Großeinsatz im Mainzer Stadtteil Bretzenheim. Dort waren bereits gegen 22:15 Uhr zahlreiche Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu einer möglichen Person im Gleisbereich der Bahnstrecke zwischen Alzey und Mainz alarmiert worden. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass eine Person von einem Zug erfasst worden war, wurde eine umfangreiche Suche entlang der Bahnstrecke nahe der MEWA-Arena eingeleitet. Der Polizeihubschrauber „Sperber 3“ war ursprünglich zur Unterstützung dieser Suchmaßnahmen alarmiert worden, wurde zwischenzeitlich jedoch auch bei der Rettungsaktion auf dem Rhein eingesetzt. Nach Abschluss der dortigen Maßnahmen setzte der Hubschrauber seinen Anflug auf das Einsatzgebiet in Mainz-Bretzenheim fort, um die Suche mit Suchscheinwerfern und Wärmebildkamera aus der Luft zu unterstützen.
Auf dem Rhein gelang es den Einsatzkräften nach mehreren Rettungsversuchen schließlich, die Person aus dem Wasser zu retten und an das rheinland-pfälzische Ufer zu bringen. Dort wurde sie an den bereitstehenden Rettungsdienst sowie die Polizei übergeben. Weitere Informationen zum Gesundheitszustand der geretteten Person liegen bislang nicht vor.
Die beiden nahezu zeitgleich stattfindenden Großeinsätze stellten die Mainzer Einsatzkräfte vor erhebliche Herausforderungen. Während auf dem Rhein Dutzende haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte aus Rheinland-Pfalz und Wiesbaden an der aufwendigen Wasserrettung beteiligt waren, suchten weitere Kräfte im Bereich Mainz-Bretzenheim unter schwierigen Wetter- und Geländebedingungen nach einer möglicherweise im Gleisbereich befindlichen Person. Dort mussten die Suchmaßnahmen nach rund zwei Stunden ohne Feststellung einer Person abgebrochen werden. Auch die betroffene Bahnstrecke war während der Maßnahmen für den regulären Zugverkehr gesperrt.
Aufgrund des umfangreichen parallelen Einsatzgeschehens wurden zusätzlich Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr zur Wachbesetzung an beiden Feuerwachen der Berufsfeuerwehr Mainz alarmiert, um den Grundschutz und die Einsatzbereitschaft für weitere Notfälle im Stadtgebiet sicherzustellen. Die beiden Einsätze erforderten insgesamt einen erheblichen personellen, organisatorischen und technischen Aufwand.
Vor Ort war unser Fotograf Maximilian Weber.








