Fliegerbombe in Mainz-Hartenberg entdeckt - 16.06.2026

Weltkriegsbombe auf Baustelle in Mainz-Hartenberg/Münchfeld entdeckt

16.06.2026: Mainz

Bei Bauarbeiten in einem Park an der Fritz-Bockius-Straße im Mainzer Stadtteil Hartenberg-Münchfeld ist am Dienstagmittag eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Der Fund wurde gegen 12:20 Uhr gemeldet. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz rückten daraufhin zur Einsatzstelle aus.

Bei der Begutachtung des Fundes stellten die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes fest, dass es sich um die Überreste einer 250 Kilogramm schweren amerikanischen Fliegerbombe mit einem noch intakten Zünder handelt. Aufgrund der bestehenden Gefährdung wurde entschieden, den Blindgänger vor Ort zu entschärfen.

Zur Koordination der umfangreichen Maßnahmen nahm der Führungsstab der Feuerwehr Mainz bereits am Dienstagnachmittag um 15:30 Uhr seine Arbeit auf. Gemeinsam mit zahlreichen beteiligten Ämtern und Organisationen wurden die Vorbereitungen für die Evakuierung und Entschärfung abgestimmt.

Für die Entschärfung ist am Mittwoch, dem 17. Juni 2026, eine Evakuierung in einem Radius von etwa 250 Metern um die Fundstelle erforderlich. Rund 1.900 Menschen sind von den Maßnahmen betroffen und müssen den Evakuierungsbereich bis spätestens 8:00 Uhr verlassen haben. Wie lange die anschließende Entschärfung dauern wird, kann aufgrund des Zustandes der Bombe derzeit nicht abgeschätzt werden.

Zur Information der Bevölkerung wurden Lautsprecherdurchsagen durchgeführt, Wurfzettel verteilt sowie Warnmeldungen über entsprechende Apps veröffentlicht. Darüber hinaus informierten die Stadt Mainz und die Feuerwehr über soziale Medien und eine eigens eingerichtete Informationsseite. Für Menschen, die Unterstützung bei der Evakuierung benötigen, wurde ein Bürgertelefon eingerichtet. Eine Notunterkunft steht ab Mittwochmorgen am Bruchwegstadion zur Verfügung.

Für die Kontrolle des Sperrbereichs, die Evakuierung sowie die Betreuung der Betroffenen werden am Mittwoch rund 280 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz im Einsatz sein. Zusätzlich unterstützen zahlreiche Mitarbeitende der Stadtverwaltung sowie Kräfte der Polizei die Maßnahmen.

Die Behörden bitten die Bevölkerung, den Bereich rund um die Fundstelle zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Über den Verlauf der Evakuierung und die anschließende Entschärfung soll fortlaufend informiert werden.

Vor Ort war unser Fotograf Theo Weber.

 

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