Brand in JVA Rohrbach: 12 Verletzte bei Einsatz

Brand in JVA Rohrbach: Zwölf Verletzte bei Feuer in Zelle

11.05.2026: Wöllstein, LK Alzey-Worms

Am Montagmorgen, dem 11.05.2026, kam es gegen 06:00 Uhr zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst an der JVA Rohrbach in der Peter-Caesar-Allee in Wöllstein. Zunächst war eine Rauchentwicklung aus einem Gebäude gemeldet worden.

Wie Rinaldo Roberto, Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums Mainz, auf Anfrage bestätigte, handelte es sich um ein Brandereignis innerhalb der Justizvollzugsanstalt. Weitere Details zur Ursache oder zum genauen Schadensausmaß lagen zunächst noch nicht vor. Die Zuständigkeit liege derzeit vorrangig bei Justiz und Feuerwehr. Sollten sich Hinweise auf eine Straftat ergeben, werde die Polizei die weiteren Ermittlungen übernehmen.

Nach Angaben des Brand- und Katastrophenschutzes Alzey-Worms war es in einer Zelle zu einem Schwelbrand einer Matratze gekommen. Durch das Brandgeschehen kam es zu einer starken Verrauchung der betroffenen Zelle sowie des entsprechenden Geschosses. Die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte leiteten umgehend Maßnahmen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung ein. Parallel wurden umfangreiche Belüftungsmaßnahmen durchgeführt, um die betroffenen Bereiche rauchfrei zu machen. Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.

Nach Angaben von Christian Priester, Pressesprecher des Brand- und Katastrophenschutzes des Landkreises Alzey-Worms, waren insgesamt 14 Personen von dem Einsatz betroffen. Eine Person wurde bereits vor Eintreffen der Feuerwehr durch Mitarbeiter der JVA ins Freie gebracht, drei weitere Personen rettete die Feuerwehr aus dem Gebäude.

Insgesamt wurden nach internen Informationen zwölf Personen verletzt, davon elf leicht und eine mittelschwer. Vier Betroffene wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Kliniken transportiert. Ein Insasse wurde mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 77“ in die Verbrennungsklinik der BG Klinik Ludwigshafen geflogen. Weitere Patienten kamen in Kliniken nach Bad Kreuznach und Alzey. Zudem verletzte sich ein Feuerwehrangehöriger während des Einsatzes.

Im Einsatz befanden sich rund 45 Kräfte der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Wöllstein mit insgesamt 16 Fahrzeugen, die Hygienestaffel der Verbandsgemeinde Wöllstein, mehrere Fahrzeuge des Rettungsdienstes, ein Notarzt sowie die Abschnittsleitung Gesundheit mit Leitendem Notarzt und Organisatorischem Leiter Rettungsdienst. Eine Warnung der Bevölkerung war nicht erforderlich, Auswirkungen auf die umliegende Infrastruktur bestanden laut Feuerwehr nicht.

Sowohl Christian Priester als auch Wehrleiter Benjamin Roos betonten, dass sich gemeinsame Übungen zwischen Feuerwehr und JVA aus den vergangenen Jahren deutlich positiv auf den Einsatzverlauf ausgewirkt hätten. Ortskenntnisse und abgestimmte Einsatztaktiken hätten maßgeblich zum schnellen Einsatzerfolg beigetragen.

Vor Ort war unser Fotograf Robin Scherf.

 

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