Rettung in mehreren Metern Höhe: Mädchen aus Spielgerät befreit
07.05.2026: Mainz
Am Donnerstagabend, dem 07.05.2026, kam es gegen 19:30 Uhr auf einem Spielplatz an der Pfarrer-Brantzen-Straße im Mainzer Stadtteil Gonsenheim zu einem größeren Rettungseinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Feuerwehr Mainz wurde mit dem Einsatzstichwort „Person in Spielgerüst“ alarmiert, nachdem der bereits vor Ort befindliche Rettungsdienst die Feuerwehr zur schonenden Rettung nachgefordert hatte.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass eine Jugendliche innerhalb eines Spielgerüstes in etwa drei Metern Höhe gestürzt war und sich hierbei verletzt hatte. Nach ersten Informationen zog sich die Patientin dabei offenbar eine Luxation am Bein zu. Der Rettungsdienst übernahm zunächst die medizinische Erstversorgung direkt im Spielgerät.
Um eine sichere und patientenschonende Rettung durchführen zu können, forderte die Feuerwehr Mainz im Verlauf des Einsatzes ein Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Technische Hilfeleistung (AB-TH) nach. Zum Einsatz kam dabei eine sogenannte Rettungsplattform. Hierbei handelt es sich um eine höhenverstellbare Arbeitsplattform aus Aluminium, die speziell für technische Rettungseinsätze konzipiert ist. Durch ihre flexible Bauweise kann sie auch in unebenem Gelände eingesetzt werden und ermöglicht Einsatzkräften einen sicheren Zugang zu erhöhten Einsatzstellen.
In Absprache mit dem Rettungsdienst entschieden die Einsatzkräfte zudem, ein Schutz- beziehungsweise Metallgitter des Spielgerüstes zu entfernen, um die Rettung der Jugendlichen zu erleichtern. Nach dem Eintreffen des Notarztes und der weiteren medizinischen Versorgung wurde die vorbereitete Rettung umgesetzt. Mithilfe der Rettungsplattform konnte die Patientin schließlich sicher auf Bodenniveau gebracht und anschließend wieder dem Rettungsdienst übergeben werden. Zur weiteren Behandlung wurde sie in eine Mainzer Klinik transportiert.
Während des Einsatzes musste die Zufahrtsstraße zum betroffenen Wohngebiet aufgrund der notwendigen Aufstellung der Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge zeitweise gesperrt werden. Laut Feuerwehr zeigten sich einige Verkehrsteilnehmer hierbei uneinsichtig. Immer wieder sei versucht worden, trotz Absperrungen durch die Einsatzstelle zu fahren. Die Feuerwehr Mainz weist darauf hin, dass Absperrungen zwingend einzuhalten sind, um weder Einsatzkräfte noch Unbeteiligte zu gefährden. Solche Sperrmaßnahmen würden ausschließlich für die Dauer des notwendigen Einsatzgeschehens eingerichtet.
Im Einsatz befanden sich insgesamt zehn Einsatzkräfte der Feuerwache 2 der Berufsfeuerwehr Mainz sowie der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug. Die Feuerwehr Mainz informierte zunächst gegen 20:13 Uhr über ihren WhatsApp-Kanal und veröffentlichte weitere Details später über das Presseportal.
Vor Ort war unser Fotograf Maximilian Weber.














