Großeinsatz in Mainz-Mombach: Spezialkräfte sichern Mann auf Hochbrücke
18.02.2026: Mainz
Am Mittwoch, dem 18.02.2026, kam es zwischen 09:45 Uhr und 11:15 Uhr im Bereich Zwerchallee, Hattenbergstraße und Mombacher Straße in Mainz-Mombach zu einem größeren Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Wie das Polizeipräsidium Mainz um 12:08 Uhr über das Presseportal mitteilte, befand sich ein 57-jähriger Mann in einer psychischen Ausnahmesituation auf einer Brücke und drohte, in die Tiefe zu springen.
Bei dem Bauwerk handelt es sich um die sogenannte Mombacher Hochbrücke beziehungsweise Hochtangente. Das lange Brückenbauwerk aus den 1960er-Jahren verbindet die Zwerchallee mit der Mombacher Straße beziehungsweise Rheinallee und war Teil größerer Stadt- und Verkehrsbauplanungen jener Zeit. Seit dem 5. Juli 2021 ist die Hochbrücke aufgrund ihres baulichen Zustands vollständig für den Verkehr gesperrt.
Bereits am Vormittag kam es zu umfangreichen Straßen- und ÖPNV-Sperrungen im Umfeld der Einsatzstelle. Verkehrsteilnehmende wurden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Eine Gefährdung für unbeteiligte Personen bestand nach Polizeiangaben zu keinem Zeitpunkt. Zur Unterstützung der Einsatzmaßnahmen war zudem ein Polizeihubschrauber im Einsatz, der aktuelle Luftaufnahmen der Lage lieferte.
Neben Kräften der Schutzpolizei waren auch Spezialkräfte, darunter das Spezialeinsatzkommando (SEK) sowie Diensthundeführer, in die Maßnahmen eingebunden. Insgesamt befanden sich zahlreiche Einsatzkräfte im betroffenen Bereich, was die Dimension des Einsatzgeschehens unterstrich.
Auch der öffentliche Nahverkehr war erheblich betroffen. Mehrere Buslinien wurden umgeleitet, zudem wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Einschränkungen führten insbesondere im Berufs- und Schulverkehr zu spürbaren Behinderungen im gesamten Umfeld.
Während des gesamten Einsatzes standen Polizeikräfte im Kontakt mit dem Mann. Gegen 11:15 Uhr konnte die Situation entschärft und der 57-Jährige gesichert werden. Anschließend wurde er durch den Rettungsdienst medizinisch betreut. Die Sperrmaßnahmen wurden im weiteren Verlauf aufgehoben.
Aufgrund der umfangreichen Verkehrssperrungen, der erheblichen Auswirkungen auf den öffentlichen Raum sowie des großen Kräfteaufgebots bestand ein hohes öffentliches Interesse an dem Einsatzgeschehen.
Vor Ort waren unsere Fotografen Elias Kelm und Maximilian Weber.
























