Explosion und Wohnungsbrand in der Mainzer Neustadt – Mehrere Personen über Drehleitern gerettet

16.11.2025: Mainz

Am Sonntagabend, den 16. November, kam es in der Mainzer Neustadt zu einer Explosion mit anschließendem Wohnungsbrand. Gegen 20:20 Uhr gingen bei der Feuerwehr Mainz mehrere Notrufe ein. Anrufer meldeten eine Explosion sowie Flammen aus einer Erdgeschosswohnung eines fünfgeschossigen Mehrfamilienhauses im Bereich Kreyßigstraße / Ecke Goethestraße.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zeigte sich ein hochdynamisches Schadensbild: Teile des Eingangsbereichs waren infolge der Explosion eingestürzt, sodass das Gebäude zunächst ausschließlich über Drehleitern erreicht werden konnte. Aus der betroffenen Erdgeschosswohnung drangen weiterhin Flammen. Die Feuerwehr leitete unverzüglich einen umfassenden Löschangriff mit drei Strahlrohren ein. Der Brand konnte nach etwa einer Stunde unter Kontrolle gebracht und schließlich gelöscht werden.

Mehrere Personen mussten aus dem Gebäude gerettet werden. Zwei Bewohner, die sich im zweiten Obergeschoss an Fenstern bemerkbar machten und das Gebäude nicht mehr aus eigener Kraft verlassen konnten, wurden über Drehleitern in Sicherheit gebracht. Beide kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Insgesamt wurden sechs Personen verletzt und medizinisch versorgt, darunter drei mit Rauchgasvergiftungen sowie eine weitere Person, die einen Herzinfarkt erlitt.

Zwischenzeitlich waren bis zu sechs Atemschutztrupps gleichzeitig im Einsatz, um das Gebäude über mehrere Drehleitern zu erkunden, Brandabschnitte zu kontrollieren und nach weiteren Personen zu suchen. Bei Eintreffen der Feuerwehr befanden sich keine weiteren Personen mehr im Gebäude.

Aufgrund möglicher struktureller Schäden wurde ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks hinzugezogen. Dieser stellte fest, dass keine akute Einsturzgefahr besteht. Das Gebäude bleibt jedoch aufgrund der massiven Rauchbeaufschlagung bis auf Weiteres unbewohnbar. Rund 20 betroffene Personen wurden im Rahmen einer eingerichteten Abschnittsleitung Gesundheit registriert und betreut. Der Vermieter organisiert Ersatzunterkünfte für die Bewohner.

Insgesamt befanden sich rund 110 Einsatzkräfte aus Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen sowie dem THW mit etwa 40 Fahrzeugen am Einsatzort. Drei komplette Löschzüge waren zeitweise im Einsatz. Zur Sicherstellung des Grundschutzes im Stadtgebiet wurden beide Feuerwachen durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr nachbesetzt, die während des laufenden Einsatzes zwei weitere Paralleleinsätze übernahmen.

Der Feuerwehreinsatz konnte gegen 23 Uhr beendet werden, die Nachsicherungs- und Ermittlungsarbeiten dauern jedoch an. Zur Ursache der Explosion und zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Eine Pressesprecherin bzw. ein Pressesprecher der Feuerwehr Mainz steht vor Ort für Rückfragen zur Verfügung.

Vor Ort war unser Fotograf Maximilian Weber.

 

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