Leck an Diesel-Pipeline im Hunsrück – 150 Einsatzkräfte im Großeinsatz

11.03.2026: LK Rhein-Hunsrück-Kreis

Ein Leck an einer unterirdischen Diesel-Pipeline hat am Mittwoch, dem 11. März 2026, einen umfangreichen Einsatz von Feuerwehr, Behörden und Polizei im Industriepark bei Wiebelsheim im Rhein-Hunsrück-Kreis ausgelöst. Am Nachmittag wurde in mehreren umliegenden Gemeinden ein deutlicher Dieselgeruch wahrgenommen. Kurz darauf konnte eine beschädigte Pipeline lokalisiert werden.

Nach Angaben der Kreisverwaltung handelt es sich um eine Überland-Pipeline, über die Dieselkraftstoff in Richtung Rhein-Main-Gebiet transportiert wird. Wie groß das Leck ist und welche Menge Kraftstoff bereits ausgetreten ist, konnte zunächst nicht beziffert werden. Diesel gelangte teilweise auch in umliegende Fließgewässer.

Rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Mitarbeitende der Betreiberfirma sind im Einsatz, um eine weitere Ausbreitung des Treibstoffs zu verhindern. Im gesamten betroffenen Gebiet wurden unter anderem mehrere Ölsperren in Gewässern errichtet, um den ausgetretenen Diesel einzudämmen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Zudem soll ausgelaufener Kraftstoff aus betroffenen Gewässern herausgefiltert und mithilfe von Saugbaggern aus dem Erdreich entfernt werden. Hierfür wird die beschädigte Pipeline derzeit freigelegt, um das genaue Schadensausmaß beurteilen zu können. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis in die frühen Morgenstunden andauern.

Aufgrund der Geruchsbelästigung wurde am frühen Abend eine Warnmeldung für den Rhein-Hunsrück-Kreis sowie angrenzende Bereiche herausgegeben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe informierte über eine großräumige Geruchslage. Eine akute Gesundheitsgefahr besteht nach Angaben der Behörden jedoch nicht. Vorsorglich wird der Bevölkerung empfohlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.

Parallel dazu hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Nach aktuellem Stand kann ein strafbarer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden. Auch Einsatzkräfte der Kriminalpolizei Koblenz sind an den Untersuchungen beteiligt.

Nach Informationen von Zeugen vor Ort sowie aus dem Umfeld des Einsatzes gibt es zudem Hinweise, die auf ein mögliches Fremdverschulden hindeuten könnten. Diese Angaben sind bislang jedoch nicht bestätigt und derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

 

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