Wasserrohrbruch legt Trinkwasserversorgung in Zornheim lahm
03.01.2026: Zornheim
Gegen 19:30 Uhr am Samstagabend, den 3. Januar 2026, wurde die Feuerwehr Zornheim wegen Wassereintritts in einem Wohngebäude alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Keller des betroffenen Hauses bereits rund zwei Meter unter Wasser. In dem Keller befinden sich sowohl ein Heizöltank als auch der Hausanschlusskasten der Stromversorgung, wodurch sich eine besondere Gefahrenlage ergab. Zunächst war von einem möglichen Gebäudeeinsturz ausgegangen worden, weshalb die Feuerwehr mit einem größeren Kräfteansatz ausrückte.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes stellten die Einsatzkräfte fest, dass es zu Rissbildungen im Gebäude gekommen war und sich mehrere Türen nicht mehr öffnen ließen. Aufgrund der unklaren statischen Situation und einer möglichen Einsturzgefahr wurde das Technische Hilfswerk hinzugezogen. Ein Baufachberater des THW nahm vor Ort eine eingehende Begutachtung des Gebäudes vor. Parallel dazu begann die Feuerwehr mit dem Abpumpen des Wassers aus dem Keller. Die weiteren Maßnahmen, darunter notwendige Abstützungen des Gebäudes sowie eine mögliche weitergehende Abschaltung der Stromversorgung, wurden eng zwischen Feuerwehr und THW abgestimmt.
Um ein weiteres Eindringen von Wasser in das Gebäude zu verhindern, wurde die Wasserversorgung im Bereich der Universitätsstraße sowie in angrenzenden Straßenzügen vorsorglich unterbrochen. In der Folge kam es zu einem Ausfall der Trinkwasserversorgung in der Ortsgemeinde Zornheim. Die Erstmeldung hierzu erfolgte am Sonntag, den 4. Januar 2026, um 00:24 Uhr. Zeitgleich wurde eine Warnmeldung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) durch die Feuerwehrleitstelle Mainz herausgegeben.
Derzeit arbeiten die zuständigen Stellen mit Hochdruck an der Behebung des zugrunde liegenden Wasserrohrbruchs. Nach aktuellem Stand wird die Trinkwasserversorgung voraussichtlich bis zum 4. Januar 2026 gegen 13:00 Uhr unterbrochen sein. Die Bevölkerung wird umgehend informiert, sobald die Versorgung wieder vollständig hergestellt ist.
Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen in den Medien, beispielsweise im Lokalradio, zu informieren und auch ihre Nachbarinnen und Nachbarn über die Situation in Kenntnis zu setzen. Den Anweisungen der Einsatzkräfte ist unbedingt Folge zu leisten. Die Notrufnummern 110 und 112 sollen ausschließlich in dringenden Notfällen gewählt werden. Sofern vorhanden, sind Not- oder Ersatzwasserversorgungen zu nutzen. Eventuell noch bestehende Restwassermengen sollten sparsam verwendet werden.
Vor Ort waren unsere Fotografen Elias Kelm und Lukas Borg.






















